Memento Mori

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postulatio
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Memento Mori

Beitragvon postulatio » 08.03.2009, 02:10

Hab MM grade durch,
meine Bewertung:

Grafik:
Konnte nicht mit höchsten Grafikeinstellungen spielen, da das Spiel scheinbar ziemlich hohe Anforderungen in Sachen Grafikkarte stellt. Schöne Locations, Interaktionen der Figuren animiert, Figuren selber wirken mitunter etwas hölzern und steril

8/10


Sound:
Synchro okay (etwas zu "clean"), Effekte gut, Musik (zumindest stellenweise) monoton und etwas nervig und daher abgestellt

7/10


Steuerung:
Maussteuerung mit wechselndem Cursor je nach Interaktionsmöglichkeiten, Abkürzung von Wegen durch Doppelklick, Ausgänge werden mit grünem Pfeil angezeigt

8/10

Interface/Inventar:

Sehr gut, Animation beim Aufnehmen von Gegenständen, Gegenstände können im Inventar angeschaut und untersucht werden, einfache Kombination von Gegenständen via Scrollrad und grün bzw. rot hinterlegtem Cursor

10/10


Rätsel:

Durchweg relativ einfach und naheliegende Lösungen, (übertrieben) hilfreiche Kommentare der Spielfigur, wenig bis keine rätselirrelevanten Hotspots

6/10



Story:
Und hiermit zum großen Manko des Spiels: Das Spiel beginnt zunächst geheimnisvoll, es geht um Bilder, die gestohlen bzw. ausgetauscht wurden, und wiederbeschafft werden sollen mit Hilfe der zwei abwechselnd spielbaren Charaktere Max und Lara. Dabei tauchen mysteriöse Kuttenträger mit Tättowierungen im Gesicht auf, an deren Versen man sich heftet. Zudem bekommt Max Gesellschaft und Unterstützung von seinem Bruder André.

Das Spiel ist in Kapitel aufgeteilt, die aber extrem kurz sind und namentlich nur beim Speichern bzw. Laden erwähnt werden, eine wirkliche Gliederung und damit einen Anhaltspunkt für den Spielfortschritt gibt es dadurch nicht.

Nach und nach erfährt man einiges über die Drahtzieher, teils durch eigene Recherchen, teils durch kurze Zwischensequenzen, die Motive bleiben aber größtenteils im Dunkeln.
Schließlich finden sich die Bilder in einem Kloster wieder, auch über die Hintergründe erfährt man ein bißchen was. An der Stelle dachte ich mir: jetzt kann die Geschichte ja richtig los gehen. Aber falsch gedacht, kurz danach ist das Spiel direkt zu Ende.
Ich dachte zunächst an eine falsche Spielentscheidung meinerseits, da das Ende ähnlich wie eine Sterbeszene bei z.b. Baphomets fluch daherkommt, nach der man direkt davor wieder einsteigt. Doch Pustekuchen, die anschließenden Credits bestätigten meinen schlimmen Verdacht, das Spiel war wirklich rum. :shock:

Da im Trailer was von "Geheimnis des ewigen Lebens" stand, und mich zudem die Möglichkeit der verschiedenen Lösungswege reizte, hatte ich einiges erwartet.
Nach der Auflösung (wenn man das überhaupt so nennen kann) kann man nur enttäuscht sein: die Story ist total wirr, im endeffekt hat man die ganze zeit den "Bösen" zugearbeitet, deren Bilderdiebstahl dazu diente,
die Existenz bzw. das Erscheinungsbild des Todes(engels) geheim zu halten, der wiederum in Gestalt von André die ganze Zeit bei Max war. Nachdem Max erfährt, das er nur Werkzeug war, hat man keine anderen Wahl, als (versuchen) sich umzubringen :roll:
. Die verschiedenen Lösungswege sind nicht bewusst wählbar sind, sondern werden praktisch zufällig eingeschlagen, je nachdem wie man in der anfangsphase agiert. Dabei handelt es sich nichtmal um Schlüsselstellen, sondern es geht z.T. lediglich um die Reihenfolge von Aktionen.
Minimale Auswirkungen hat das lediglich auf das Ende, das sich nicht mal grafisch unterscheidet, sondern nur vorgelesen wird.

3/10

Mero
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Re: Memento Mori

Beitragvon Mero » 27.04.2009, 22:26

Pro: Größtenteils tolle Grafik & grafische Atmosphäre
Sehr schöne Musik die aber nicht grad abwechslungsreich ist
Keine "Laden-Probleme"
Keine unnötig schweren Rätsel

Contra: Langweilige Story (bis zur ersten Hälfte passiert nicht viel interessantes)
ein paar überdurchschnittliche aber größtentals scheußliche Sprecher
vereinzelt häßliche Grafik; erinnert teilweise an Sims (weniger 3D wäre mir lieber)
wenig Substanz: dh die Gespräche laufen irgendwie immer gleich ab

Für mich haben sich die 10 € (noch?) nicht ausgezahlt (wärs auf englisch würd ich vll etwas anders urteilen.

Bekommt eine 4+ (Schulnotensystem)



Wenn ich das Wertungssystem meines Vorgängers übernehme:


Grafik:
6/10

Sound:
5/10

Steuerung:
8/10

Interface/Inventar:
9/10

Rätsel:
6/10

Story:
2/10

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Tiffany 1312
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Re: Memento Mori

Beitragvon Tiffany 1312 » 13.12.2010, 19:58

Das Geheimnis um das ewige Leben.
Was ürden sie dafür opfern?
Ihre Liebe? Ihren Verstand? Ihr Leben?
Wie würden sie entscheiden...
...oder hat man bereits für sie entschieden?
Das klingt vielversprechend.
Meiner Meinung nach steckt in der Story dieses Spiels viel Potential.Man hätte daraus ein wirklich mysteriöses und fesselndes Spiel machen können,eines mit diesem Wow-Efekt,doch leider hat man viel Potential dieser Story nicht genutzt.Das soll nicht heißen,dass es schlecht ist,aber wirklich sehr,sehr schade.
Trotzdem fand ich dieses Adventure nicht schlecht (obwohl die Grafik wirklich ein bischen an die Sims erinnert :lol:).Interface und Storyansatz sind ja echt super.Naja,das meiste wurde ja schon gesagt.Hoffen wir,dass bei einem eventuellen Nachfolgerdie gleichen Fehler nicht wieder gemacht werden.

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Nomadenseele
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Re: Memento Mori

Beitragvon Nomadenseele » 27.02.2012, 21:29

Über Nacht wird in der altehrwürdigen Eremitage in St. Petersburg ein wertvolles Kunstwerk gegen eine hervorragende Kopie ausgetauscht. Auf den ersten Blick handelt es sich um einen gewöhnlichen Kunstraub – doch dahinter steckt mehr! Die Polizistin Lara Swetlowa und Max Durand, ein ehemaliger Kunstfälscher, werden mit dem Fall betraut. Dabei stoßen die beiden auf die finsteren Machenschaften eines Geheimbundes. Um vom Engel des Todes mit dem ewigen Leben belohnt zu werden, zerstört die dunkle Bruderschaft alle Gemälde mit dem Bildnis des Engels. Dabei erscheint jedes Mittel recht sogar Mord!
- Spoiler-

Das Spiel hat Logiklöcher, durch welche die Titanic problemlos verschwinden könnte. Beispiel:
Bei Interpol gibt es kein Internet, um Informationen zu ermitteln; eine Interpol-Beamtin stakst in eine Blutlache, hofft, sie hätte keine Spuren am Tatort hinterlassen und patscht voll auf die Türklinke. Oder eine geheime Botschaft auf einem Spiegel wird nicht weggewischt, damit jeder die Chance hat, sie zu lesen.
Zudem frage ich mich, für wie blöd die Autoren den Spieler halten.
So soll man ermitteln, was es mit der *Büchse der Pandora* auf sich hat. Anstatt den Spieler nachdenken zu lassen, wo er die Infos bekommen könnte, wird ihm dies von Lara gesagt. Selbiges bei Max, der vorschlägt, ein Tintenfass zu benutzen, um einen Brief zu schreiben. Warum nimmt man dem Spieler dies ab?
Rätsel gab es gefühlt erst gegen Ende, aber da ich zwei Wochen ausgesetzt habe, war ich vielleicht auch nur aus dem Spiel draußen.

Es gab drei Bugs, einmal, wenn man sich sein Foto ansieht und ein weiteres Mal ist ein Weiterspielen nicht mehr möglich, wenn man Drähte falsch verbindet. Zum Glück wird zu Beginn der Akte automatisch zwischengespeichert.

Die Geschichte ist recht spannend erzählt, auch wenn man recht schnell darauf kommt, dass mit Andre etwas nicht stimmen kann – die Auflösung ist jedoch überraschend und ich werde noch einmal gezielt nach bestimmten Dialogen suchen. (Allerdings ist, wenn man genau aufpasst, schon vor der endgültigen Auflösung so ziemlich alles klar.)

Die Sprecher sind durchweg gut, nur der Erzähler der Geschichte wirkt wie eine Parodie.

Die Spielzeit liegt zwischen 6-8 Stunden.

Fazit:

Das Spiel ist wie ein interaktiver Spielfilm, der mit gewaltigen Logiklöchern aufwartet. Das Spiel kostet 12 Euro (14 in der Adventure Collection) und für mehr werde ich den Nachfolger auch nicht kaufen.

Einzelkritik der Akte mit Bildern (Spoiler): http://spielbewertungen.wordpress.com/2 ... desengels/
Wenn es so ist, daß wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht dann mit dem Rest? (Nachtzug nach Lissabon)

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Spiele: http://spielbewertungen.wordpress.com/
Silent hat geschrieben: Meinung trifft auf Meinung. Viel zu diskutieren gibts da ohnehin nicht.

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harry
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Re: Memento Mori

Beitragvon harry » 05.05.2012, 01:54

In freudiger Erwartung auf den 2.Teil - der hoffendlich trotzt Insolvenz von Dtp demnächst erscheinen soll, hab ich Memento Mori nochmals gespielt.
Da sich in den letzten Jahren die Geschwindigkeit der Grakas und Rechner erheblich gesteigert hat, hatte ich das Vergnügen,das Spiel in höchster Auflösung mit sämtlichen Grafikoptionen auf meinem 24 zoll hd Monitor zu genießen - und muß sagen - wow.
Da können selbst viele der neuesten Adventures nicht mithalten. Auch soundmäßig und musikalisch perfekt und stimmig.
Die Rätsel und Puzzles erschienen mir damals viel einfacher,konnte aber alle mit etwas "Hirnschmalz" (wieder) lösen.
Dank des Patches lief das gesamte Spiel absolut perfekt,keinerlei Abstürze oder sonstiger technische Probleme
Wenn man von gewissen Logiklöchern in der Handlung absieht - welche übrigends genial ist, und würde dieses Adventure heute auf den Markt kommen, ich wär begeistert und würd es für das beste Adventure 2012 vorschlagen.
Fazit; Es zahlt sich immer wieder aus, ältere Adventure mit besseren und leistungsfähigern Pcs zu spielen ,seine alten Erinnerungen zu revidieren und das Spiel im Vergleich zu den heutigen Adventures neu zu bewerten.
Ich spiele, darum bin ich!!!

Lea
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Re: Memento Mori

Beitragvon Lea » 27.07.2012, 10:18

Ich habe das Spiel auch in Vorbereitung auf Teil 2 durch gespielt. Mit dem Vorwissen, das es technisch top und storytechnisch flop sein soll.

Grafik


Die Grafik fand ich immer noch sehr schön an zu sehen. Schöne Effekte und war auch mal angenehm ein Adventure zu spielen, das auch etwas Wert auf aktuelle (zumindest damals) Grafik legt.

Sound

Die Sprecher fand ich bei manchen Sätzen teilweise etwas unsympathisch, besonders Lara am Anfang. Aber man gewöhnt sich dran und dann geht es. Soundtrack war passend ist mir nicht besonders aufgefallen, hat aber auch nicht genervt.

Story

Die Story fand ich gar nicht so langweilig, wie alle immer sagen. Sie ist zu keinem Zeitpunkt richtig spannend aber auch nicht wirklich langweilig. Ich würde sagen ganz okay.

Gameplay

Das Gameplay hat mir sehr gut gefallen, ziemlicher Standard und gut spielbar. Ich schätze mich selber als schlechten Rätselspieler ein und fand die Rätsel gut zu lösen. :)

Fazit


Allen in allem ein ganz nettes Spiel, nicht das absolute Highlight, was viele sich wohl besonders als es neu war, wohl erhofft hatten aber ein sehr solides Adventure.


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